03.10.2017


| Besuch in Clemenswerth - unsere Schüler berichten

 

Die Klasse 7d fasst ihre Eindrücke der Clemenswerth-Exkursion so zusammen:

 

BAROCK/ROKOKO

Im Schlossinnern findet man viele Muster, einen großen Wandteppich und unzählige Gemälde. Dies alles stammt zwar aus der Zeit von Clemens August, aber direkte Originale aus dem Schloss von damals sind leider nicht mehr erhalten. Zwei italienische Brüder haben die Stuckaturen (Gipsfiguren) im Schloss gemacht. Sie zeigen zumeist Engel und Dinge, die mit der Jagd zu tun haben, und sind entweder mit Pastellfarben oder Gold bemalt. Der Boden im mittleren Saal ist aus Marmor. Wir mussten Filzpantoffeln über unsere Schuhe ziehen, weil er so kostbar ist. Außen am Schloss hängen Skulpturen aus Sandstein, die die Jagd darstellen. Wir haben über die Pracht und die aufwendige Gestaltung des Schlosses sehr gestaunt.

 

WORKSHOP

Zuerst bekam jeder ein kleine Gipsform (Blüte). Die mussten wir dann mit Anlegemilch einpinseln. Als nächstes bekam jeder dann eine kleine Folie Blattgold, die vorsichtig mit einer Pinzette auf die Blüte aufgetragen wurde. Dann drückte man das Blattgold vorsichtig mit den Fingern fest. Zum Schuss fixierte man es mit einem Schutzlack. Es war sehr interessant für uns, mal mit richtigem Gold zu arbeiten.

 

KAPELLE

Die Kapelle ist voll von vergoldeten Stuckaturen. Das Besondere an der Kapelle ist zum einen die echte Reliquie in einem gläsernen Sarg unter dem Altar, der hl. Fructuosus, ein Geschenk des damaligen Papstes an Kurfürst Clemens August. Und zum anderen, dass der Altar an der Wand steht, dass also der Eucharistie mit dem Rücken zur Gemeinde gehalten wird. Hinter der Kapelle ist noch ein Kloster. Über dem Eingang erkennt man auch eine Sonnenuhr. Uns hat die schöne Gestaltung der Kapelle besonders gut gefallen.

 

SCHLOSS CLEMENSWERTH

Das Schloss ist höher gelegen als die darum liegenden Gästehäuser. Es ist weltweit das einzige Jagdsternschloss, das noch erhalten ist. Sobald man von innen aus den Eckfenstern schaut, sieht man ins Grüne und nicht auf die Häuser. Diese haben ihre eigenen Namen, z. B. Osnabrück und Münster. Es sind die Namen der Bistümer, die Clemens August gehörten. Heute kann man im Rundsaal Konzerte hören und standesamtlich heiraten. Wir fanden alles sehr schön. Nur war es ein bisschen schade, dass wir nicht alles sehen konnten, z. B. den unterirdischen Gang und die Schlossteiche. Die Zeit von 10 bis 13 Uhr war eben zu kurz.

 

DAS SCHLOSSGELÄNDE

Alles auf dem Gelände ist symmetrisch angeordnet. Alle Wege führen hin zum Schloss (Jagdstern) bzw. führen vom Schloss weg. Im Osten liegt die angelegten Teiche mit den drei kleinen Inseln, und im Westen auf der gegenüberliegenden Seite liegt der große Marstall, der früher der Pferdestall für den Kurfürsten war. Eigentlich war gegenüber noch ein zweiter Marstall geplant (Symmetrie). Aber der ist nie gebaut worden. Es war für uns sehr interessant zu sehen, wie prächtig der Kurfürst gelebt hat.

 

 

Gymnasium Werlte

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