02.10.2017


| Klimaexpedition mit Livebildern aus dem All

 

Geoscopia zeigt Siebtklässlern Folgen des Klimawandels und Umweltsünden

 

Was haben gelbe Quietsch-Enten aus Plastik mit dem Klimawandel zu tun? Warum wird in Österreich Trinkwasser knapp und warum stirbt der Regenwald durch den weltweit hohen Fleischkonsum? Diese und ähnliche Fragen hat die Firma Geoscopia Umweltbildung aus Bochum einen Vormittag lang den Siebtklässlern des Gymnasiums Werlte erläutert. Anhand von Live-Satellitenbildern zeigt Umweltbildner Michael Geisler auf, welche gravierenden Folgen unser menschliches Handeln für unseren Planeten hat.

Die Kosten für die Live-Schaltung aus dem Weltraum und die Geoscopia-Präsentation haben die Jungen und Mädchen sich quasi selbst verdient durch ihre Teilnahme am Klimaschutzprojekt am Naturstandpunkt Hümmling. Der Grundgedanke des Projekts lautet: „Wer Energie spart, wird belohnt!“ Durch ein verändertes Nutzerverhalten können zehn Prozent der Energie eingespart werden. Für sein Klima-Engagement hat das Gymnasium Werlte inzwischen Prämien erhalten, mit denen jetzt die Klimaexpedition aus dem All bezahlt werden konnte.

Geoscopia-Experte Geisler vergleicht beispielsweise Momentaufnahmen von heute mit Archivbildern, so dass die von Menschen bewirkten Veränderungen auf der Erdoberfläche sehr deutlich zu Tage treten: Die Klimaerwärmung lässt Gletscher in den Alpen abschmelzen, das reduziert wiederum die Trinkwasservorräte Österreichs. Der enorme Fleischkonsum in wohlhabenden Ländern führt zu einem Riesenbedarf an Tierfutter, wofür Regenwälder gerodet und in Sojaplantagen verwandelt werden. Plastikwaren und –verpackungen vermüllen die Meere.

Inzwischen hat sich ein Kunststoff-Teppich von der Größe Europas im Atlantik gebildet, aus 15 Millionen Tonnen Plastikmüll. Umweltbildner Geisler blendet neben den Satellitenaufnahmen auch Bilder verstümmelter oder toter Seetiere und –vögel ein: Schildkröten, deren Panzer von einem Ring abgeschnürt wird, verendete Vögel, deren Mägen mit Plastikabfällen zugestopft sind. „Aua“ entfährt es manchen Schülern spontan bei diesem Anblick. Kein Wunder, dass es im Gespräch zwischen dem Geoscopia-Experten und den Schülern immer wieder auch um die Frage geht, was wir in unserem Alltag ändern können, um weniger Plastik und CO2 zu produzieren, um weniger Energie zu verbrauchen. Einiges ist den Schülern schon bewusst und wird im Alltag geübt:  Stoffbeutel statt Plastiktüte beim Einkauf, frische statt in Plastik verpackte Waren kaufen, Energie sparen etc.

­­­Und die Quietsch-Enten und der Klimawandel? Auch dieses Rätsel löst der Bochumer Umweltbildner Geisler auf: Ein 1992 zerbrochener Schiffscontainer verlor zigtausende gelbe Plastik-Enten im Pazifik, wo sie seitdem den Meeresströmungen folgen. Wo immer die Enten angespült werden, können Wissenschaftler Aufschlüsse über Klimawandel und Meeresströmungen gewinnen. Experten rechnen damit, dass der Kunststoff mindestens 100 Jahre im Meer überstehen wird.

 

 

Gymnasium Werlte

Kolpingstraße 6

49757 Werlte

 

Tel.: 05951 - 833 80 90

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!